Vision Global Holistic Economy – Wirtschaft 6.0

Vision Global Holistic Economy – Wirtschaft 6.0

Eine symbiotische Verbindung, die Ökonomie und Kultur des Glaubens und Vertrauens zu ganzheitlich wertsteigernden und profitablen Lösungen verbindet. Weltweit. Das Ziel sind Wertschöpfungskonzepte und Geschäftsmodelle, die holistisch-ganzheitlich, ertragsorientiert und bewusst konzipiert sind.

Die soziale Marktwirtschaft ist ein gesellschafts- und wirtschaftspolitisches Leitbild mit dem Ziel, „auf der Basis der Wettbewerbswirtschaft die freie Initiative mit einem gerade durch die wirtschaftliche Leistung gesicherten sozialen Fortschritt zu verbinden“[1]. Gut umgesetzt schafft sie insbesondere soziale und politische Sicherheit sowie einen hohen Lebensstandard. Doch die Realität sieht anders aus. Deshalb müssen wir unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem ganzheitlich denken lernen.

 

Konsumbedürfnisse verändern sich

Die meisten Menschen sehnen sich nach einer Zeit ohne Manipulation, Lug und Betrug, einer Zeit der Einfachheit und einem harmonischen Umgang miteinander. Dadurch entsteht Neues, das besser ist. Wir können die alten Argumente und Tricks nicht in die neue Zeit nehmen. Deshalb ist es nötig, still und aufmerksam zu sein und in uns hinein zu horchen: Was verlangt das Leben?  Worum geht es uns? Was benötigen wir? Was wünschen wir uns wirklich?

Die Zukunft gehört den Menschen und Unternehmen, die diese Bedürfnisse aufgreifen und dafür Lösungen anbieten! Sie gehört denjenigen, die mit den unumstößlichen Gesetzen der Natur, der Schöpfung, des Lebens kooperieren, anstatt dagegen anzukämpfen. Dabei gilt es aus unterschiedlichen Wahrnehmungskanälen und -quellen zu schöpfen und diese symbiotisch so zusammenzufügen, dass daraus qualitativ Neues entsteht.

 

Betriebswirtschaft neu definieren

Wir kommen in eine neue Zeit und wer da mitgestalten will, der muss sich an den Bedürfnissen der Menschen und Organisationen orientieren und dafür die passenden Lösungen anbieten. Das bedeutet, sich in die Wünsche der Menschen hinein zu fühlen und uns in die neue Zeit hinein tasten. Denn neue Zeit erfordert Klarheit, Vertrauen in das Leben, Unbefangenheit und Einfühlungsvermögen. Dazu ist ein Wertekorsett erforderlich, das durch gegenseitige Wertschätzung, Aufrichtigkeit und Authentizität bestimmt wird.

Neue Perspektiven entwickeln

„Wir können die heutigen Herausforderungen nicht in dem Kontext lösen, indem sie entstanden sind.“ (Albert Einstein).

Stattdessen gilt es heute die Bedürfnisse der Zielgruppen und des Marktes in außergewöhnlicher Art und Weise zu verbinden. Das ist der Schlüssel zum “Erfolg”.  Scheinbar nicht zusammengehörende Sachen so zusammenführen, dass diese dadurch einander extrem gut ergänzen und stärken. Das bedeutet bewährte Vorgehensweisen mit neuen Wegen so zu kombinieren, dass sie zu einzigartigen und ganzheitlichen Lösungen führen, gerade in schwierigen Märkten.

„Suchen – das ist Ausgehen von alten Beständen und ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem im Neuen. Finden – das ist das völlig Neue! Das Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer!“ So Pablo Picasso.

 

Daniel Goleman, ein Psychologe, der sich mit diesem Themenbereich intensiv auseinandergesetzt hat, meint dazu: „Ein aufgeschlossenes Bewusstsein schafft eine mentale Plattform für kreative Durchbrüche und unerwartete Einsichten.“ Diese Erkenntnis findet sich im Serendipity-Prinzip wieder.

„Die Serendipität bezeichnet eine zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist.“[2]Es geht darum Bedeutsames zu entdecken, ohne dass wir es darauf anlegen. Die Serendipität betont dabei eine über einen glücklichen Zufall hinausgehende Vorgehensweise, eine intelligente Schlussfolgerung oder Findigkeit.[3]

Wenn Mensch, Aufgabe, Innovationskultur und Vertrauen holistisch zusammenpassen, dann entstehen einzigartige Lösungen. Ganzheitlich zuhören, hinschauen, weiterdenken und so zu ganzheitlich neuer Kreativität finden. So schaffen wir Lösungen, die außergewöhnliches Potenzial haben. Chancen gibt es viele, wir müssen diese erkennen und konsequent umsetzen.

Auf diese Weise kann sich jeder oder jedes Unternehmen stetig „erfolgreich“ positionieren.

Positiv erfüllte Menschen leisten mehr als andere

Den Erfolg eines Menschen können wir anhand sozialer Signale vorhersagen. Je erfolgreicher Menschen sind, desto energiegeladener sind sie auch. Sie sprechen mehr als andere, hören aber auch mehr zu. Sie nehmen sich mehr Zeit für Zwiegespräche, nehmen mehr Hinweise von anderen auf und lösen in ihnen etwas aus, in dem sie einzelne Personen aus der Masse herausheben und dazu bringen, aus sich selbst heraus zu gehen. So Prof. Sandy Portland.

Untersuchungen zeigen, dass die besten Strategen über ein hohes Maß an sozialer Intelligenz verfügen.[4]Deshalb werden Mitarbeiter mit hoher sozialer Kompetenz und Einfühlungsvermögen immer wichtiger. Ihr Ver­hal­ten sei „durch Selbs­t­re­fle­xi­on, Selbst­kon­trol­le, Fä­hig­keit zur Mo­ti­va­ti­on, Em­pa­thie und so­zia­le Kom­pe­tenz ge­prägt“, so Daniel Goleman.

Ältere Menschen verfügen, aufgrund ihrer Lebenserfahrung, grundsätzlich über ein höheres Maß an sozialer Kompetenz. So könnten Arbeiter im fortgeschrittenem Alter praktisch alles besser. Sie hätten die höhere Sozialkompetenz, Leistungsbereitschaft und geringere Fluktuation, so belegt Prof. Peter Cappelli von der Wharton Universität in Pennsylvania, anhand seiner Forschungsergebnisse. Dieses Potenzial gilt es zu erkennen, zu erschließen und in unsere Wertschöpfungskonzepte holistisch zu integrieren.

 

Die Lösung ist eine WorldHolistic Economy:

Eine symbiotische Verbindung, die Ökonomie und Vertrauenskultur zu ganzheitlich wertsteigernden und profitablen Lösungen verbindet. Weltweit. Das Ziel sind Wertschöpfungskonzepte, Geschäftsmodelle und Vorgehensweisen, die holistisch-ganzheitlich, ertragsorientiert und bewusst konzipiert sind.

 

©Dipl. Betriebswirt (FH) Peter Hertweck

 

[1]Alfred Müller-Armack: Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik. Bern 1976, S. 245.

[2]„the discovery through chance by a theoretically prepared mind of valid findings which were not sought for“. In: Robert K. Merton: Social Theory and Social Structure. The Free Press, Glencoe IL 1957, S. 12. (Sekundärliteratur)

[3]Wikipedia zum Begriff „Serendipität“

[4]Prof. Roderick Gilkey, Universität Atlanta Strategische Neurowissenschaft